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EU-Agrarminister stimmen Weinhandelsabkommen zu

Brüssel: Das von der Bundesregierung kritisierte Weinhandelsabkommen zwischen EU und USA kann doch wie geplant nun in Kraft treten. Bundesagrarminister Horst Seehofer hat bis zum Schluss versucht, das Weinabkommen zu kippen – jedoch ohne Erfolg. Gegen dieses Abkommen waren aber neben Deutschland auch Portugal und Österreich.

Amerikanische Winzer können nun so genannte Barrique Wein nach eigenen Herstellungsverfahren in Europa vermarkten. Die Weinbereitung unterliegt in USA bei weitem nicht so strengen und geregelten Vorschriften wie in der EU. So dauert in der Regel der Reifeprozess im Holzfass nicht über Jahre, sondern der Barrique-Geschmack wird mit Hilfe von Holzstücken erzeugt. Holzchips werden einfach in die Stahltanks gegeben, um die Tannine edler Weine anzureichern.

Auch sind Möglichkeiten zum Ausgleich verschiedener Wein Qualitäten in schlechteren Jahrgängen jenseits des Teiches üblich. So wird Wein in Labors in seine Bestandteile zerlegt und dann wieder zusammengesetzt.
Ob die Weintrinker bei uns zu dem günstigen „Kunstwein“ im Regal greifen oder nicht, bleibt abzuwarten. Die Regierung und die Winzer in der EU jedenfalls sind besorgt, könnte mit diesem Weinabkommen doch mit der Zeit die Kultur und die Wein Qualität des deutschen Weines ins Rutschen kommen.

Kann nur gehofft werden, dass diesem Abkommen entsprechende Nachbesserungen folgen und vor allem eine Pflicht zur Etikettierung durchgesetzt wird. Schließlich hat der Weintrinker das Recht zu wissen, woraus sein Wein besteht und wie er hergestellt worden ist. In der jetzigen Regelung hätte der Verbraucher keine Gewissheit, ob Wein drin ist, wo Wein drauf steht und die Winzer in der EU, welche sich der Qualität und eines traditionsreichen Weinbaues verschrieben haben, wären enorm benachteiligt.

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