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Winzer und Freunde von gutem Wein sind empört -
Die alte Weinbautradition in Europa soll verschwinden
Wenn es nach der EU-Kommission geht, sollen die Winzer in den europäischen
Weinregionen künftig Ihren Wein mit Zuckerwasser anreichern dürfen
und Holzschnipsel könnten die Lagerung im Barrique Weinfass vortäuschen.
Auch sollen die Vorschriften für die Angaben auf dem Weinetikett
großzügiger gehandhabt werden dürfen. Anstelle der bisher
nur mit der geschützten Herkunfstbezeichnung ausgestatteten Wein-Etiketten,
soll einfach nur die Angabe der verwendeten Rebsorte genügen.
Tatsache
ist, die Winzer in Europa keltern bei weitem mehr an Wein, als gekauft
und getrunken wird. Dabei ist der Weinkonsum in unseren Breitengraden
nicht zurückgegangen, es werden nur vermehrt Weine aus Südafrika,
Australien und Südamerika konsumiert. Und genau diese Weinflaschen
enthalten nicht immer genau das, was der Kunde meint was drin sein müßte.
Die
Wein-Überproduktion in Europa kostet die EU jedes Jahr viel Geld.
Die Weinpreise verfallen immer mehr, überschüssiger Wein wird
zum Beispiel als Biokraftstoff umgewandelt. Während der ehemalige
rheinland-pfälzische Weinbauverband den Vorstoß zur Lockerung
des europäischen Produktionsverfahrens begrüßt, ist
Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer strickt dagegen und will, daß
das "Reinheitsgebot für den deutschen Wein" erhalten
bleibt.
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