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Wein und Gesundheit ?
Wein soll zum Beispiel gut für das Zahnfleisch sein
Genießer lassen einen guten Schluck Rotwein in der Regel doch
etwas länger im Mund, um den Geschmack mit allen Sinnen aufzunehmen.
Gut so, sagen Forscher der Laval-Universität in Quebec, denn die
im vergorenen Traubensaft enthaltenen Polyphenole sind offenbar heilsam
bei Zahnfleischentzündungen.
Vor allem in den Schalen der roten Weintrauben finden wir eine Reihe
von Polyphenolen, die sich in Phenolsäuren und Flavonoide. Während
Phenolsäuren als Gerbstoffe dem Wein häufig einen herben Geschmack
verleihen, schenken die Flavonoide als Farbpigmente den Trauben ihr
blaues Aussehen. Besonders ausgeprägt sind die stark antioxidativen
Funktionen der auch als Phytamine bezeichneten Inhaltstoffe.
Ihre antientzündlichen Eigenschaften testeten kanadische Wissenschaftler
an Zellen von Mäusen. Zunächst isolierten die Forscher Makrophagen
aus dem Immunsystem der Tiere und behandelten sie mit Fragmenten von
Bakterien, die Zahnfleischentzündungen auslösen. Nach einiger
Zeit ließen sich vermehrt freie Radikale feststellen, die ihrerseits
das Mundgewebe schädigen. Ihre Anzahl konnte deutlich reduziert
werden, wenn vor dem Bakterienbefall entsprechende Polyphenole aus Rotweinextrakten
zugeführt wurden.
Eine Spülung mit vergorenem Traubensaft könnte somit aufgrund
der antioxidativen Wirkung Entzündungen im Mund vorbeugen und heilen,
meinen die Wissenschaftler. Dabei ist Rotwein am effektivsten, da anders
als beim Weißwein die polyphenolreichen Traubenhüllen mit
vergoren werden. Die Weißweine werden nämlich sehr schnell
von den Schalen und Stielen getrennt, da sonst die Farbstoffe in den
Saft gelangen. Beim Rotwein kommt die Farbe nicht von dunklen Weintrauben,
sondern aus den in der Beerenhaut sich befindlichen Pigmenten.
31.03.2006 / Quelle: Deutscher Apotheker Verlag
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