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Wein News Februar 2006

Auch beim österreichischen Wein ist DAC mittlerweile als Qualitätsbezeichnung immer öfters auf dem Weinetikett zu lesen.

Mit Einführung von DAC-Weinen (DAC steht dabei für Districtus Austriae Controllatus) wird die Herkunftsbezeichnung mit klaren Geschmacksprofilen in Verbindung gebracht. Dies soll dem Weintrinker die Kaufentscheidung erleichtern.

Um die DAC-Bezeichnung zu verwenden, müssen die Weine allen Kriterien eines Qualitätsweines entsprechen und eine besondere sensorische Prüfung bestehen. Das nationale Komitee setzt sich paritätisch aus Vertretern des Weinhandels und der Weinproduktion zusammen.

Mit dieser Verordnung kann sich der österreichische Wein in die Riege der Vermarktungssysteme großer Weinanbau Länder wie Italien (DOC), Frankreich (AOC) oder Spanien (DO) einreihen, wo am Wein Etikett eher die Herkunft als die Rebsorte betont wird. Nur wenn dort ein Wein gebietstypisch schmeckt, wird er auch nach den Weinbau Gebieten benannt, wie zum Beispiel Rioja, Chablis, Chianti, Soave.

Alle anderen Weine eines Gebietes tragen größere geografische Herkunftsbezeichnungen. In Österreich könnte deshalb die Angabe für die Rebsorte beim gebietstypischen Wein (DAC) am Weinetikett langfristig zugunsten der Herkünfte zurückgedrängt werden.

Den Vertretern des Regionalen Komitees Weinviertel ist es als erstes gelungen, die Gebietstypizität Ihres Weinanbau Gebietes mit einem DAC-Wein zu definieren. Das Weinviertel zählt mit etwa 16.000 ha Anbaufläche zum größten Weinbaugebiet Österreichs.

Dabei sind etwa die Hälfte der Weinberge mit der Weinsorte Grüner Veltliner bestockt. Dieser Wein zeichnet sich als trocken ausgebaute, fruchtige und würzig-pfeffrige Note aus und nach der DOC-Verordnung muss der Alkoholgehalt mindestens 12 Prozent betragen.


Deutscher Wein auf der Überholspur
2005 haben die Deutschen um rund fünf Prozent mehr deutschen Wein gekauft. Weinsorten aus dem Ausland verloren hingegen rund zwei Prozent.

Mainz - Deutscher Wein hat im Wettbewerb mit ausländischen Weinangeboten im vergangenen Jahr deutlich aufgeholt. Dies geht aus den am Freitag veröffentlichten Marktdaten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor. Sie wurden im Auftrag des Deutschen Weininstituts (DWI/Mainz) erhoben. Danach haben die Deutschen im Lebensmittelhandel, inklusive der Discounter, 2005 fünf Prozent mehr Wein deutscher Herkunft eingekauft als 2004. Weine aus dem Ausland verloren dagegen rund zwei Prozent. Die deutschen Winzer freut diese Entwicklung.

Der gesamte Weinmarkt in Deutschland ist im gleichen Zeitraum nach den GfK-Zahlen in der Menge leicht gewachsen. "Diese Zahlen bestätigen einen allgemein festzustellenden Trend zu einer größeren Wertschätzung unserer Weine", sagte DWI-Geschäftsführer Armin Göring.


Durchschnittspreise leicht rückläufig
Die Preise, die 2005 im Wein Handel erzielt wurden, waren laut Weininstitut leicht rückläufig. Sie verringerten sich insgesamt um sieben Cent auf 2,32 Euro pro Liter. Für den deutschen Wein zahlten die Verbraucher im vergangenen Jahr durchschnittlich 2,41 Euro pro Liter (minus 12 Cent), im Vergleich zu 2,27 Euro pro Liter (minus 4 Cent) für Auslandsweine.

Die deutschen Erzeuger konnten jedoch nach Angaben des Weininstituts auf Grund der erzielten Absatzsteigerungen den Umsatz stabil halten. Die ausländische Konkurrenz musste einen Umsatzverlust von vier Prozent hinnehmen. Die Marktanteile für deutsche Weine lagen 2005 nahezu stabil bei 37 Prozent im Wert (plus 1 Prozent) und rund 36 Prozent in der Menge (plus 1,6 Prozent). Der Direktbezug vom Erzeuger ist in diesen Zahlen nicht enthalten.

Der Konsum von Rotwein stabilisiert sich laut DWI auf hohem Niveau und lag mit einem Anteil von 55,5 Prozent im vergangenen Jahr in etwa auf Vorjahrsniveau. Weißwein hingegen kommt auf einen Marktanteil von 36,3 Prozent und Roséwein auf 8,2 Prozent. (APA/dpa)

Quelle: derStandard.at

 

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